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2. Dezember 2016 Viessmann Sport

DSV-Kombinierer siegen im Teamwettbewerb

Voller Erfolg - auch beim ersten Team-Wettbewerb der Saison

Deutsche Langläufer beim Sprint-Weltcup chancenlos

Sandra Ringwald beim Sprint in Lillehammer (NOR)

Sandra Ringwald beim Sprint in Lillehammer (NOR)

Die deutschen Skilangläufer sind im Sprint noch immer nicht im Tritt. Sandra Ringwald und Sebastian Eisenlauer überstanden beim Weltcup in Lillehammer (NOR) die Qualifikation, schieden aber im Viertelfinale aus. Alle neun anderen DSV-Starter waren bereits in dem als Qualifikation gelaufenen Prolog gescheitert.
Bei den Herren siegte der Gesamt-Weltcup-Führende Calle Halfvarsson aus Schweden in 3:31,83 Minuten vor dem Norweger Emil Iversen (+ 0,12 Sekunden) und Landsmann Teodor Peterson (+ 0,54 Sekunden). Für eine Überraschung sorgte Heidi Weng bei den Damen, die erstmals in ihrer Kariere einen Sprint-Weltcup gewann. Die Norwegerin siegte in 3:15,76 Minuten vor der Sprint-Olympiasiegerin Maiken Caspersen Falla (+0,38 Sekunden) aus Norwegen und der Schwedin Hanna Falk (+1,06 Sekunden).

Dritter Saisonsieg für Eggert/Benecken in Lake Placid – Loch bester Deutscher beiden Einsitzern
Den Beginn bei der zweiten Weltcup-Station der Rennrodler in Lake Placid (USA) machten am Freitag die Doppelsitzer. Toni Eggert und Sascha Benecken fuhren dabei mit 16 Hundertstelsekunden Vorsprung vor den US-Amerikanern Mortensen/Terdiman durchs Ziel. Das BSD-Duo durfte damit den bereits 19. Weltcupsieg seiner Karriere feiern. Allen Grund zum Jubeln hatten auch wieder Robin Geueke und David Gamm. Mit 0,344 Sekunden Rückstand beendeten die jungen Winterberger eine Weltcup bereits zum dritten Mal in dieser Saison auf dem Weltcup-Podium. Die Olympiasieger und Weltmeister Tobias Wendl/Tobias Arlt fielen mit Problemen im zweiten Lauf noch vom vierten Rang zur Halbzeit auf den achten Platz zurück (+ 0,537 Sekunden).
Weniger erfolgreich starteten die Herren bei den Einsitzern in die Übersee-Weltcups. Das dritte Saisonrennen endete am Freitagabend mit einem Sieg von Tucker West (USA). Der Lokalmatador gewann mit sechstausendstel Sekunden Vorsprung vor dem Russen Semen Pavlichenko und Wolfgang Kindl (+ 0,094 Sekunden) aus Österreich. Für die BSD-Herren erwies sich die Olympiabahn von 1980 einmal mehr als ungeeignetes Pflaster. Bester Deutscher in Lake Placid wurde Felix Loch, der mit 0,36 Sekunden Rückstand Rang sechs belegte. „Für mich war das heute ein sehr schwieriges Rennen. Am Ende hab ich zu viele Fehler gemacht für mehr. Die Führung im Gesamt-Weltcup freut mich dafür besonders und nächste Woche greife ich wieder an“, versprach der Olympiasieger. Mit Ralf Palik (7.), Julian von Schleinitz (8.) und Johannes Ludwig (9.) platzierten sich drei weitere BSD-Rennrodler in den Top-10. Andi Langenhan hingegen kam diesmal nicht über Rang 20 hinaus.

Japanischer Doppelsieg beim Saison-Auftakt der Damen, Anna Rupprecht auf dem Podium

Anna Rupprecht beim Saisonauftakt in Lillehammer (NOR)

Anna Rupprecht beim Saisonauftakt in Lillehammer (NOR)

Sara Takanashi und Yuki Ito ist beim Auftakt des Skisprung-Weltcups der Damen in Lillehammer (NOR) ein Doppelsieg für Japan geglückt. Takanashi, Gesamt-Weltcupsiegerin des letzten Winters, zeigte mit 95 und 99,5 Meter (271,3 Punkte) in beiden Durchgängen die weitesten Sprünge. 19,9 Punkte hinter ihrer Teamkollegin sorgte Yuki Ito mit 94,5 und 92,5 Metern für einen perfekten Start des japanischen Teams. Auf Rang drei belegte DSV-Springerin Anna Rupprecht mit zwei Sprüngen auf 90,5 Meter (243,8 Punkte) die erste Podest-Platzierung ihrer Karriere im Weltcup. Katharina Althaus und Svenja Würth komplettierten als Siebte und Neunte die gute Mannschaftsleistung der Deutschen.

Deutschen Kombinierern gelingt Hattrick in Lillehammer

Eric Frenzel springt das deutsche Team in Führung

Eric Frenzel springt das deutsche Team in Führung

Dritter Wettkampf, dritter Sieg: Die deutschen Kombinierer haben einen Saisonstart nach Maß hingelegt. Auch im Team-Wettbewerb war das DSV-Quartett nicht zu schlagen. Eric Frenzel, Johannes Rydzek, Björn Kircheisen und Fabien Rießle siegten mit 31 Sekunden vor Norwegen und den drittplatzierten Österreichern (+1:23 Minuten). Damit bleibt das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch auch im dritten Wettkampf der Saison unbezwungen.
Beim Springen am Vormittag hatte Björn Kircheisen die deutsche Mannschaft mit 99,5 Metern zunächst auf Rang drei geführt. Im Anschluss landete Fabian Rießle bei 101,5 Metern und verbesserte Deutschland auf Position zwei hinter Österreich. Obwohl Sprungtrainer Ronny Ackerman den Anlauf Eric Frenzels nach einer Windpause um eine Luke reduzierte, landete der Gesamtweltcup-Gewinner dennoch bei beachtlichen 98 Metern und brachte das DSV-Quartett auch dank seiner Bonuspunkte erstmals in Führung. Mit 95 Metern baute Auftakt-Doppelsieger Johannes Rydzek die deutsche Führung schließlich sogar noch weiter aus. Es ging mit 13 Sekunden Vorsprung auf Österreich in die Loipe.

Beim abschließenden 4×5-km-Lauf arbeitete Björn Kircheisen weitere Sekunden auf Österreich heraus, und bereits Eric Frenzel sorgte für Vorentscheidung, als er die Konkurrenz zur Lauf-Halbzeit auf mehr als eine Minute distanziert hatte. Die Norweger, die Österreich zwischenzeitlich überholt hatte, lag 1:02, Team Austria sogar 1:11 Minuten zurück. Fabian Rießle und Johannes Rydzek ein, der zwar schnell 15 Sekunden auf den furios anlaufenden Jörgen Grabaak verlor, brachten schließlich den Vorsprung ins Ziel.

Auf dem Weg zum Hattrick: Schlussläufer J. Rydzek im Teamwettbewerb

Auf dem Weg zum Hattrick: Schlussläufer J. Rydzek im Teamwettbewerb

Am Wochenende folgen in Lillehammer die Wettbewerbe von der Klein- und Großschanze.

Fotos: NordicFocus