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20. November 2019 Viessmann Sport

Auftritt der Superstars in der Schnee-Manege

13.03.2019, Oestersund, Sweden (SWE): Event Feature: undefined athlete enters the stadium infield over the tunnel - IBU world championships biathlon, individual men, Oestersund (SWE). www.nordicfocus.com. © Manzoni/NordicFocus. Every downloaded picture is fee-liable.

Eigentlich ist alles wie immer: Kurz vor dem Start in den Weltcup-Winter wächst die Spannung bei Trainern und Aktiven, fiebert das Publikum den ersten Wettbewerben entgegen. Weil die alten oder ewig jungen Duelle anstehen, weil Karten neu gemischt werden, weil Stars geboren werden und junge Wilde den Arrivierten auf den Pelz rücken.

In dieser Saison steht im Nordischen Bereich der Weltcup besonders im Focus – da ausnahmsweise mal keine Olympischen Spiele oder Weltmeisterschaften den Saisonhöhepunkt markieren. Wobei: Eine WM gibt es doch, die der Skiflieger im März in Planica. Den Titel des kühnsten Weitenjägers zu ergattern, ist immer ein begehrenswertes Ziel; allerdings steht dieser irgendwie trotzdem ein wenig im Schatten anderer Preise und Pokale.

Skisprung: Highlight Vierschanzentournee

Noriaki Kasai kennt man als Skisprung-Oldie, als Skiflug-Weltmeister von 1992 wird der Japaner selten angekündigt. Oder Jens Weißflog – der wurde Olympiasieger und Weltmeister, gewann vier Mal die Tournee. Dass es beim Skifliegen nie zum ersten Platz reichte, spielt in der ruhmreichen sportlichen Vita des Sachsen keine Rolle – warum auch. Und dennoch: Die tollkühnen Adler weit über die 200-Meter-Grenze segeln zu sehen, ist und bleibt ein Erlebnis. Wer in diesem Winter die größten Weiten steht, das wird sich zeigen, aber auf die Duelle der Kobayashi, Stoch, Eisenbichler, Kraft oder Johannson freuen sich die Fans schon jetzt. Zumal die Vierschanzentournee vielleicht für die Stars der Szene noch mehr im Rampenlicht steht, als der eigentliche Saisonhöhepunkt.

Langlauf: Alle gegen Norwegen

Als den bezeichnen die Langläuferinnen und Langläufer seit geraumer Zeit die Tour de Ski. Und nach Jahren vergeblicher Anläufe ist auch das Mehretappenrennen rund um den Jahreswechsel inzwischen fest in norwegischer Hand. Im letzten Winter siegten die Skandinavier bei Männern und Frauen, Ingvild Flugstad Østberg und Johannes Haesflot Klaebo zählen auch im Januar kommenden Jahres wieder zu den Topfavoriten, wenn es im Flaimstal die Alpe Cermis zu bezwingen gilt. Alle gegen Norwegen – das könnte das Motto für den Gesamtweltcup sein und vielleicht haben Schwedens talentierte Damen mittlerweile das Zeug dazu, den erfolgsverwöhnten Läuferinnen aus dem Nachbarland im Kampf um die große Kristallkugel echte Konkurrentinnen zu sein.

Bei den Herren standen im letzten Winter fünf Norweger unter den Top-Sechs der Gesamtwertung – eine ziemliche Machtdemonstration, die die Skandinavier in der neuen Saison bestätigen wollen. Apropos Norweger: Die waren in Gestalt von Jarl Magnus Riiber auch bei den Nordischen Kombinierern das Maß der Dinge, beim Frauenskispringen dominierte Maren Lundby. Und so dürften sich Trainer und Aktive anderer Nationen spätestens vor dem Start ins neue Trainingsjahr die Frage gestellt haben: Wie ist diesen Norwegern beizukommen?

Biathlon: Wer tritt in Dahlmeiers Fußstapfen?

Eine Frage, die Frankreichs Biathlon-Superstar Martin Fourcade in der Vergangenheit mit Siegen am Fließband immer wieder zuverlässig beantworten konnte. Bis im letzten Winter beim Champion ausnahmsweise mal nicht viel zusammenlief und der Seriensieger Johannes Tignes Boe hieß. Der kommt – wenig überraschend – aus Norwegen und wird sich sicherlich darauf vorbereitet haben, im anstehenden Winter auf einen wiedererstarkten Fourcade zu treffen. Das Duell der beiden Superstars dürfte ein Highlight im Biathlon-Winter werden, der im Gegensatz zum Nordischen Skisport im Februar von der WM in Antholz gekrönt wird.

Bei den Damen wird man den Namen Laura Dahlmeier vermissen, sie beendete ihre Karriere ebenso wie Gabriela Koukalova aus Tschechien, eine der schärfsten Konkurrentinnen der Deutschen. Platz also für neue Stars: Dorothea Wierer und Lisa Vitozzi sind schon auf der Sonnenseite des sportlichen Erfolgs angekommen, die Finnin Kaisa Mäkäräinen will dort wieder hin und beim Deutschen Skiverband wird die Nachfolgerin von Überfliegerin Dahlmeier gesucht. Die besten Chancen hat dabei Denise Herrmann, die sich als Weltmeisterin von Östersund gute Chancen auch im Weltcup ausrechnet.

Herrmann ist eine der Hoffnungsträgerinnen aus deutscher Sicht, die anderen heißen Franziska Preuß, Vanessa Hinz, Erik Lesser, Simon Schempp, Benedikt Doll und Arnd Peiffer beim Biathlon. Und Johannes Kühn setzte mit seinem Erfolg beim letzten Test im norwegischen Sjusjoen schon mal ein kleines Signal.

Nordische Kombination: Eric Frenzel will es noch einmal wissen

Neben Markus Eisenbichler will bei den Skispringern auch Karl Geiger hoch und vor allem weit hinaus, bei den Frauen hoffen Juliane Seyfarth und Katharina Althaus auf Siege und in der Nordischen Kombination ist das DSV-Team gleich im halben Dutzend immer für Podestplätze gut. Altmeister Eric Frenzel wird in Kuusamo dabei in seine 13. komplette Weltcup-Saison starten – hoffentlich ein gutes Omen für den dann 31-jährigen Sachsen.

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