Die schönste Zeit - Viessmann-Sports
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24. November 2017 Fabian Steger

Die schönste Zeit

Für alle, die schon im September dem Sommer nachweinen, haben wir Winterfans nur ein eisiges Kopfschütteln übrig. Denn: Ginge es nach uns, würde der Winter das ganze Jahr dauern. Endlich beginnt wieder die Jahreszeit, in der wir lebendig sind.

 

Wir können sie nicht erwarten, die Temperaturen weit unter Null, die unsere Haut kribbeln lassen und unsere Wangen rot anmalen. Die klirrende Kälte, die uns eisige Kristalle auf Augenbrauen und in den Bart zaubert. Unser Herz schlägt schneller, wenn die Wintersonne den frisch gefallenen Schnee wie Diamanten glitzern lässt. Verflogen der Gedanke, auf der Couch noch eine Folge der Lieblingsserie zu streamen. Der Ruf des Winters zieht uns hinaus. Das Knirschen des Schnees unter den Schuhen ist der Soundtrack unseres Lebens.

 

Aus Wintermonaten werden Monate

Doch was, wenn der Blick nach draußen selbst im Dezember nur erdige Brauntöne zu bieten hat? Wenn der Schnee verschwunden ist. Die Schneefallgrenze sich längst zurückgezogen hat auf die höchsten Gipfel. Und Schneeflocken kaum noch einmal Pisten und Regionen erreichen, die noch vor wenigen Jahren als schneesicher galten. Dann schmelzen langersehnte Wintermonate zu gewöhnlichen Monaten am Jahresende. Von Mai oder August nur zu unterscheiden durch ihren Namen, nicht durch ihren eisigen Charakter. Der Klimawandel droht, zum schonungslosen Gleichmacher der Jahreszeiten zu werden.

 

Die Begeisterung mit anderen Winterfans teilen

So weit darf es nicht kommen! Wir brauchen den Winter. Wir, das sind Tausende Athleten und Sportfans. Denn der Winter weckt unseren Ehrgeiz und treibt uns zu Höchstleistungen an – ob auf Skiern oder Kufen, auf dem Board oder im Bob. Je kälter es draußen ist, desto schneller, präziser und leidenschaftlicher trainieren wir – und bereiten uns vor auf die nächste Medaillenchance. Wir wissen, dass sie kommt: Und sind dann auf den Punkt topfit. Weil wir genau jetzt, auch wenn es draußen stürmt und dichtes Schneetreiben uns die Sicht nimmt, mit Highspeed die Pisten hinabrasen und uns völlig außer Atem durch verschneite Landschaften quälen. Dabei spornt uns nichts mehr an als unser unbändiger Wille. Und die Aussicht, beim nächsten Wettkampf auf dem Siegerpodest zu stehen und unsere Begeisterung mit anderen jubelnden Winterfans teilen zu können.

 

Kälte-Künstler und die Ruhe der Winternacht

Wir können nicht darauf verzichten, am ersten verschneiten Wintermorgen Familie und Freunde zu einer Schneeballschlacht herauszufordern. Wir möchten weiterhin jeden Treffer feiern – am eigenen Skianzug oder an dem unseres Gegenübers. Die Kraft der Natur spüren und beobachten, wie sie Berge und Täler in ihren weißen Schleier hüllt. Wir sehnen uns nach dem Gefühl, dass sich die Welt in einer klirrend kalten Winternacht etwas weniger aufgeregt zu drehen scheint und die Hektik des Alltags zur Ruhe kommt. Wenn das einzige Geräusch, das wir hören, der eisige Wind ist, der in kahlen Bäumen spielt.

 

Warten auf den nächsten Winter

Doch das Gleichgewicht der Jahreszeiten ist ins Wanken geraten: Deswegen setzen wir Winterfans uns gerade jetzt, da der Klimawandel immer stärker voranschreitet, umso stärker dafür ein, dass die schönste Zeit des Jahres genauso bleibt, wie wir sie lieben: klirrend kalt und in glitzerndes Weiß getaucht. Denn nur so werden wir auch in Zukunft nicht umsonst warten. Nur so werden wir mit unseren Kindern und Enkelkindern auch weiterhin am Fenster sitzen können, nach draußen schauen und uns über den ersten Schnee des Winters freuen. Warten wir also nicht zu lange. Denn sonst gibt es zur Winterzeit bald nichts mehr, auf das es sich zu warten lohnt!

 

Wir sind #Winterfans