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19. Februar 2017 Viessmann Sport

Finnischer Zungenbrecher – Im WM-Ort Lahti lauert die Tradition nicht nur im örtlichen Skimuseum

24.02.2017, Lahti, Finland (FIN): - FIS nordic world ski championships, ski jumping, individual HS100, Lahti (FIN). www.nordicfocus.com. © Thibaut/NordicFocus. Every downloaded picture is fee-liable.

Die Lösung: Salpausselkä. Wer das herausfindet, ist entweder Finne oder hat ein Faible für Nordischen Skisport. Denn die Skispiele, die alljährlich in Lahti stattfinden, sind nach eben jener Endmoräne benannt, die als Hügelkette rund um die finnische Sportmetropole deutlich erkennbar ist.

In diesem Winter hat Salpausselkä allerdings Pause. Denn in Lahti gibt es die Weltmeisterschaften der Nordischen Skisportler – noch eine Nummer größer als die Skispiele, aber auch schon mit Endmoränen-gleicher Tradition. Denn die Finnen legen nicht nur Wert darauf, 100 Jahre Unabhängigkeit vom zaristischen Russland feiern zu dürfen, sondern fast mindesten genau so viel Wert auf die Tatsache, dass sie schon zum siebten Mal Welttitelkämpfe ausrichten.

Dabei greifen sie zurück bis ins Jahr 1926 – selbst beim Weltskiverband FIS ist man da allerdings etwas vorsichtiger und datiert die erste „echte“ WM auf das Jahr 1937. Eine Petitesse – auch die Titelkämpfe 1938, 1958, 1978, 1989, 2001 waren jeweils Volksfeste und bis zur letzten Auflage auch aus Sicht der Gastgeber immer ein Riesenerfolg. 2001 jedoch versank die WM aus finnischer Sicht im Langlauf-Doping-Sumpf, danach verschwand die traditionsreiche Skisport-Nation international auch leistungsmäßig weitestgehend im Mittelmaß.

Deutschlands Nordische Skihelden trumpften dagegen just in Lahti 2001 in allen drei Teilbereichen so richtig auf: Überflieger Martin Schmitt gewann zweimal Gold, dazu Silber und Bronze, in der Nordischen Kombination siegte  überraschend der Thüringer Marko Baacke, und auch die Langläufer trugen mit Bronze über 4×10 km und Silber durch Rene Sommerfeld über den langen Kanten ihr Scherflein zum Gesamterfolg bei. Acht Medaillen angelte das Team, weniger wurden es erst 12 Jahre später in Val die Fiemme, als die DSV-Erfolgsbilanz einen leichten Knick bekam, den die Deutschen vor zwei Jahren mit fünfmal Gold, zweimal Silber und einer Bronzemedaille als Falun-Gesamtresultat aber wieder mehr als wett machten.

Wenn Frenzel, Rydzek, Wellinger und Vogt auch aus Lahti mit einer ähnlichen Bilanz heimkehren könnten – man wäre sicherlich froh und glücklich, ein Jahr vor den Olympischen Spielen. Doch an die denkt noch keiner, auch nicht an einstige WM-Erfolge insbesondere der Skispringer – von Helmut Recknagels Bronzemedaille 1958 über Martin Busse 1978, Jens Weißflog 1989 und Martin Schmitt 2001, die allesamt Titel gewannen. Wo: Auf den Salpausselkä-Schanzen in Lahti.