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17. Dezember 2019 Viessmann Sport

Home, sweet home

14.12.2019, Klingenthal, Germany (GER): Venue - FIS world cup ski jumping, team HS140, Klingenthal (GER). www.nordicfocus.com. © Reichert/NordicFocus. Every downloaded picture is fee-liable.

Deutschlands Skisprung-Elite genoss das Heimspiel in Klingenthal

Auch wenn es ein Freitag der 13. war: Richard Freitag stand im Auslauf der Klingenthaler Schanze und freute sich. Nicht nur, weil er gerade souverän die Eintrittskarte in den Wettkampf gelöst hatte, sondern weil das Bild, das sich dem Sachsen bei seinem Heimweltcup bot, einfach schön war. Die Schanze getaucht ins Flutlicht, ein Lichtkegel am dunklen Hang des Schwarzberges, dazu leichter Schneefall, „da geht einem das Herz auf, wenn man hier hochschaut und es flöckelt“, meinte der 28-Jährige.

Standhaft – Dank an wetterresistente Fans


Zugegeben, das Wetter im Vogtland spielte nur an diesem Qualifikationsabend mit, danach sorgten Sturm und Regen für eher unwirtliche Bedingungen. Aber das hielt die Fans trotzdem nicht davon ab, ihren Heldinnen und Helden zuzujubeln. Und so fand Katharina Althaus, Dritte bei der Weltcuppremiere der Damen im Vogtland, die Schanze sei schön zu springen, die Stimmung großartig. Dass Skispringen an der deutsch-tschechischen Grenze einen besonderen Stellenwert genießt, das haben Athletinnen und Athleten inzwischen verinnerlicht! Und so gehört zu den wesentlichen Ausrüstungsgegenständen, die nach geglückter Luftfahrt und Landung sofort wieder an den Mann bzw. an die Frau genommen werden, inzwischen auch immer ein dicker Stapel Autogrammkarten – der meistens dennoch nicht ausreicht, um alle Fans auf der Ehrenrunde Richtung Umkleidekabine mit den begehrten Bildern zu beglücken.

Beständig – Geiger mischt weiter vorne mit


„Wir kommen gerne hierher, es ist immer schön vor den deutschen Fans springen zu können“, zeigte sich Karl Geiger – bei der Saison-Heimpremiere wieder einmal bester Deutscher – von den Fans begeistert. Die harrten sowohl am Samstag aus, als der Frauenwettkampf ob der böigen Winde um Stunden verschoben werden musste; die waren auch am Sonntag an der Schanze, obwohl es schüttete wie aus Eimern.

Zuverlässig – das Vogtland lebt den Skisport


Und auch wenn Organisatoren und fleißige Helfer bei miserablem Wetter auch mal fluchten: Sie taten alles, um die Anlage sprungfähig zu halten – was eingedenk der Wassermassen, die Anlauf und Hang hinabstürzten, einem kleinen Wunder gleichkam. Es war aber nicht nur die hervorragende Arbeit der Frauen und Männer an der Schanze, die Springerinnen und Springer lobend erwähnten. Es war vor allem die Gastfreundschaft, mit der die Vogtländer ihre Gäste beherbergten. „Die lesen uns jeden Wunsch von den Lippen ab“, erklärte Simon Ammann, der mit der Schweizer Nationalmannschaft seit Jahr und Tag in einem Hotel in Klingenthal-Mühlleithen auf dem Kamm des Vogtlandes logiert.

Das DSV-Team, nur ein paar Autominuten entfernt von den Schweizern untergebracht, pflichtet dem Eidgenossen bei. Besser kann man nicht umsorgt werden, lautete auch an diesem Adventswochenende das einstimmige Urteil der deutschen Mannschaft. Und auch wenn sportlich nicht alle Träume reiften – vielleicht ließ ja der Ausflug ins sächsische Weihnachts-Wunderland den einen oder anderen Gedanken an die Festtage zu.

Ausgezeichnet – die „Skisportler des Jahres“


Am Umfeld jedenfalls gab es nichts zu mäkeln! Und dass die deutschen Springer am letzten Wettkampftag ohne Autogrammkarten und ohne Erfüllung der Selfie-Wünsche an den Fans vorbeieilten, das hatte einen ganz banalen Grund: Hinter den Umkleidekabinen wartete der Hubschrauber, der die Herren Eisenbichler, Leyhe, Freitag und Geiger nach Hof flog, von dort ging es für die „Sportler des Jahres“ per Lear-Jet nach Baden-Baden weiter. Der längste Flug des Wochenendes sollte sich lohnen, das Weltmeisterquartett heimste den letzten Teamerfolg des Jahres für Skispringer ein: den Titel „Mannschaft des Jahres“. Markus Eisenbichler wurde in der Einzelwertung Dritter, Damen-Skisprung-Bundestrainer Andreas Bauer zum „Trainer des Jahres“ gewählt.

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