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15. Januar 2018 Viessmann Sport

Sachsens Leuchtturmprojekt – Langlauf-Weltcup in Elbflorenz

14.01.2018, Dresden, Germany (GER): - FIS world cup cross-country, team sprint, Dresden (GER). www.nordicfocus.com. © Thibaut/NordicFocus. Every downloaded picture is fee-liable.

Wenn bei Günther Jauch nach einem Event gefragt wird mit 25.000 Fans, die an der Elbe in Dresden eine Party feiern, dann hätten bisher die Antworten Roland-Kaiser-Konzert oder Dresdner Filmnächte gut ins Portfolio der Antworten gepasst – eventuell noch das Dixieland-Festival. Seit dem Wochenende ist auch Antwort D möglich: Dann gastiert der Skilanglauf-Weltcup.

Es war eine echte Langlaufparty, die die Fans, aber vor allem auch die Sportler, auf den Elbwiesen erlebten. Der City-Sprint in Elbflorenz vor Canaletto-Kulisse mit spannendem Sport, mit einer großen Show rund um das Ereignis, da standen die Zuschauer sogar auf den Brücken über die Elbe, um als Zaungäste einen Blick auf das muntere Treiben im Schnee zu erhaschen.

Premiere findet Anklang

Undankbarer vierter Platz im Team-Sprint: Hanna Kolb in Dresden (GER).

Wer noch näher dran war, der wurde eingefangen von der Stimmung auf den Tribünen und selbst die nicht eben durch überbordende Erfolge in Erscheinung getretenen DSV-Asse ließen sich von der Atmosphäre einfangen. Elisabeth Schicho, als Achte im Einzelsprint beste Deutsche, bedankte sich für die „gigantische Unterstützung“, Hanna Kolb fand die Bedingungen „große Klasse“ und selbst der Meister der Analyse, DSV-Langlaufchef Andreas Schlütter bekundete, es sei mal abgesehen von der Tatsache, dass ein zweiter Heimweltcup für seine Schützlinge in Deutschland per se schon eine großartige Sache sei, für eine Weltcup-Premiere nahezu brillant gelaufen. Dem konnten sich die Verantwortlichen der FIS nur anschließen.

Kritikpunkt Umweltschutz

City-Sprint in Dresden (GER): Skilangläufer vor den Brühlschen Terrassen.

Den Gastgebern wird dieses Lob helfen. Denn im Vorfeld gab es auch Kritik, insbesondere das Thema Umweltschutz stand dabei im Mittelpunkt. Denn 4.500 Kubikmeter Schnee waren an die Elbe gekarrt worden, man hatte über einen Monat lang Kunstschnee produziert und mit der von Mutter Natur in den Höhenlagen des Erzgebirges abgeworfenen weißen Pracht zusätzlich nachgeholfen. Sich der Kritik stellend sprachen die Veranstalter denn auch von einem „Leuchtturmprojekt“, denn nach dem Weltcup wird man in der sächsischen Landeshauptstadt nun nicht darauf warten, dass der Schnee still und leise wegschmilzt. Im Gegenteil: Mit Wettbewerben und Veranstaltungen für den Nachwuchs, gemeinsamen Events für Behinderte und nichtbehinderte Sportler, einem Biathlon-Wettkampf, den internationalen sächsischen Schülermeisterschaften und dem Angebot an alle Langlauf-Fans, sich auf der Weltcup-Strecke selbst auszuprobieren, versucht man sich in Sachsen an möglichst vielen Formen der Nachnutzung.

Vorbereitung auf die Neuauflage
Und vielleicht hat man ja im kommenden Jahr mehr Glück mit dem Wetter und der Winter präsentiert sich sogar in Elbflorenz als Winter. Denn schon jetzt haben die Macher mit der Vorbereitung auf die nächste Auflage des Weltcups in Dresden begonnen – mit einer Auswertung und einer Fehleranalyse. Besonders lang kann die Liste auf dem zweiten Zettel dabei allerdings nicht werden.

Fotos: NordicFocus