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News nach Sportart: Eisenbichler

Höhenflüge und Anschlussleistungen

28.12.2019, Oberstdorf, Germany (GER): Stephan  Leyhe (GER) - FIS world cup ski jumping, four hills tournament, Qualification , Oberstdorf (GER). www.nordicfocus.com. © Tumashov/NordicFocus. Every downloaded picture is fee-liable.

Deutschlands Skiadler ziehen Tournee-Bilanz

Natürlich stand diese Vierschanzentournee aus deutscher Sicht unter dem Eindruck des bis zum letzten Flug dauernden Versuches von, Karl Geiger, als erster Deutscher nach Sven Hannawald 2002 wieder einmal ganz oben zu stehen, auf dem Siegerpodest des wohl wichtigsten Skisprungereignisses der Saison. Aber im Schatten des Oberstdorfers etablierten sich andere DSV-Springer in den vorderen Spalten der Ergebnisliste. Stefan Leyhe beispielsweise, der im Vorjahr ja sensationell Gesamtdritter der Tournee geworden war und in diesem Winter ein paar Probleme hatte, an die Leistungen der WM-Saison anzuknüpfen, zeigte bei den vier Springen zwischen Oberstdorf und Bischofshofen, dass er wieder mitten drin ist, in der Weltspitze. Leyhe schaffte es erneut in die Top-Ten der Gesamtwertung, für den Hessen ein Beweis ansteigender Form und eine schöne Bestätigung gewachsener Kontinuität.

Oder Constantin Schmid: Das Talent aus Oberaudorf, dessen Stern bei der Tournee 2018/19 erstmals zu leuchten begann, freute sich 12 Monate später über einen Schanzenvierkampf, den der 20-Jährige als Steigerungslauf absolvierte, am Ende reichte es zu Platz 16 im Gesamtklassement. Besonders auffällig bei Schmid: In Einzelsprüngen ist er schon absolut top – würden die Leistungen der vier Qualifikationsspringen zu einer Gesamtwertung addiert, hätte der Bayer noch ein Stückchen weiter vorn gelegen. Klar ist aber auch: Zwei siebte Plätze in diesem Winter im Wettkampf sollen noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Das gilt auch für den Vorjahreszweiten der Tournee, Markus Eisenbichler. Der kämpfte ja – geplagt von verschiedenen Verletzungen – seit Saisonbeginn darum, wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Und Eisenbichler schaffte es bei der Tournee zumindest, mit Einzelsprüngen zu zeigen, dass mit ihm im weiteren Saisonverlauf gerechnet werden darf. Vor allem, weil die richtig großen Schanzen – seine Leidenschaft – noch auf die Springer warten.

Das große Fragezeichen blieb leider hinter Richard Freitag stehen. Mit Absprungproblemen, die sich seit Saisonbeginn eher verschlechterten als verbesserten, reiste Freitag zur Tournee an, verpasste die Qualifikation zum Auftaktwettbewerb und reiste nach Rücksprache mit Bundestrainer Stefan Horngacher wieder nach Hause. Eine folgerichtige Entscheidung! Freitag soll nun erst einmal ein wenig Abstand gewinnen und dann versuchen, den Fehler auszumerzen und die Form neu aufzubauen. Ein Abschied von den Schanzen aber ist der Rückzug von der Tournee für Freitag nicht. Im Gegensatz zu Walter Hofer, der seine letzte Tournee als FIS-Renndirektor erlebte.

Fazit: Es war eine spannende Tournee, wie immer mit Siegern und Verlierern. Aus deutscher Sicht schnitt man nicht ganz so gut ab, wie im Vorjahr. Aber allein die Spannung, die bis zum Schluss herrschte, ließ die Veranstaltung wieder zum Publikumsmagneten werden. Bundestrainer Stefan Horngacher kann mit Rang 3 im Gesamtklassement bei seiner Tourneepremiere als verantwortlicher Bundestrainer durchaus zufrieden sein.