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News nach Sportart: Staffel

Herrmann, Kühn und Peiffer schaffen‘s auf‘s Podest

11.01.2020, Oberhof, Germany (GER): Arnd Peiffer (GER), Johannes Kuehn (GER), (l-r) - IBU world cup biathlon, relay men, Oberhof (GER). www.nordicfocus.com. © Manzoni/NordicFocus. Every downloaded picture is fee-liable.

Erfolgreiches Wochenende in Oberhof – Ruhpolding freut sich auf Weltcup

Denise Herrmann, Johannes Kühn, Arnd Peiffer und Philipp Horn – sie gehörten zu den prägenden Figuren beim Weltcup der Biathleten in Oberhof. Für den galt: Bettenkapazitäten ausgebucht, fast alle Tickets verkauft und – nicht nur für die Oberhofer Gastgeber besonders wichtig – auch sportlich wurde aus deutscher Sicht wieder Morgenluft geschnuppert! Oberhof war deshalb (wieder einmal) ein Erfolg. Für Hoteliers, Fans, Bratwurstverkäufer und für das DSV-Team. 3.500 Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in und rund um Oberhof und Thüringens Hotel- und Gaststättenverband verkündete stolz, trotz des gar nicht winterlichen Wetters hätte es keine Stornierungen gegeben. Das Organisationskomitee freute sich über insgesamt rund 60.000 Besucher an den vier Wettkampftagen und nicht nur die Fans jubelten über vier Podestplätze für die Deutschen. Denn damit zeigten die heimischen Skijäger, dass sie wieder mittendrin sind, in der Weltelite.

Denise Herrmann und Johannes Kühn sorgten für Jubel in den Sprintentscheidungen, die Männer Staffel und Arnd Peiffer im Massenstart garantierten, dass keiner der Wettkampftage ohne eine Top-Drei-Platzierung aus deutscher Sicht verging. Wobei Peiffers Auftritt schon einer kleinen Sensation glich, der Olympiasieger aus dem Harz lief praktisch direkt vom Krankenbett aus hinein in die Weltspitze, war zu Wochenbeginn noch beim Arzt, am Wochenende dann auf dem Podium. Und dann gab es ja noch Philipp Horn. Der Frankenhainer ist so etwas wie ein Spätstarter. Schon 26 Jahre alt schaffte er erst im letzten Winter den endgültigen Durchbruch in den A-Kader, den dauerhaften Durchbruch in die Weltspitze vollzieht er in dieser Saison. Rang 3 mit der Staffel im Heimrennen in Thüringen, dazu der sechste Platz und damit die beste Weltcup-Einzelplatzierung beim Massenstart am Sonntag; trotz Regens strahlte Horn über das ganze Gesicht. Die gute Laune will er sich erhalten, wenn es jetzt in Ruhpolding weitergeht. Dort werden die Teams neu gemischt, weil es in Oberhof eben nicht nur Sieger, sondern auch Verlierer gab.

Zu den Jungs, die neu im Weltcupkader stehen, gehören im Chiemgau auch Roman Rees und Philipp Nawrath, die sich über den IBU-Cup für das A-Team empfehlen konnten. Wobei Nawrath vielen Fernsehzuschauern bekannt vorkommen wird. Als Partner von Laura Dahlmeier trat der Polizist aus Nesselwang zuletzt beim Abschiedsrennen der Ausnahmeathletin beim „Biathlon auf Schalke“ in Erscheinung, lieferte dabei ein ordentliches Rennen, obwohl er erst am Abend vor der Veranstaltung erfahren hatte, dass er in Gelsenkirchen starten soll. Der 27-Jährige verfügt übrigens schon über Weltcup-Erfahrung, in Oslo wurde Nawrath im letzten Winter Neunter im Massenstartrennen. Und Deutscher Meister ist der Bayer auch schon – im Langlauf.

Ansonsten gilt für Ruhpolding das, was auch für Oberhof galt: Die rund 3.000 Fremdenzimmer der 7.000 Einwohner zählenden Gemeinde sind voll, Tickets für die Wettkämpfe wurden ausreichend verkauft und natürlich hoffen die Gastgeber auch beim zweiten Weltcup auf deutschem Boden, dass die vielen Biathlonfans mit erfolgreichen deutschen Sportlerinnen und Sportlern mitfeiern dürfen. Im Unterschied zum Oberhof-Wochenende sind die Schneesorgen in Ruhpolding allerdings nicht so extrem – man konnte auf Reserven aus dem letzten Winter zurückgreifen. Jetzt muss eigentlich nur noch das Wetter mitspielen und die sportliche Leistung stimmen, dann wird auch die Auflage 2020 wieder eine Erfolgsgeschichte.