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1. Februar 2018 Viessmann Sport

Tatü-Tata im Hochsauerland – Die Skispringer kommen nach Willingen

Im Hochsauerland sind sie in Sachen PR seit Jahr und Tag pfiffig. Insbesondere, wenn für den Skisprung-Weltcup in Willingen die Werbetrommel gerührt werden soll. Das war schon so, als der Tross der Springer Mitte der 1990er Jahre zum ersten Mal im Upland Station machte. Damals karrte man das Publikum mit Oldtimer-Zügen aus dem nahen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden nach Nordhessen. Und dann ließ man sich Jahr für Jahr etwas Neues einfallen.

Willingen (GER): Skisprungbegeistrung im Hochsauerland.

Olympia beeinflusst Zeitplan
Der Gag für diesen Winter: Die Feuerwehren aus dem näheren und weiterem Umland wurden eingeladen; diesmal springen sie also nicht nur zum vielfachen Klang des „Zieeeeeh“ aus den Kehlen der Fans, diesmal kann es auch „Tatü-Tata“ machen, wenn die Athleten zu Tale segeln.
Aber es gibt noch ein paar andere Neuerungen anno 2018. Willingen ist der letzte Weltcup vor den Olympischen Spielen, einer zudem, der zeitlich recht nah an die olympischen Entscheidungen herangerückt ist. Deshalb wurde das Programm verändert – der finale Willinger Wettkampf rückt in den späten Sonntagvormittag, um den Sportlern und deren Anhang anschließend die zügige Weiterreise nach Korea zu ermöglichen.

Die Mühlenkopfschanze in Willingen (GER): Mit einem Hillsize von 145 Metern weltweit eine der größten Großschanzen.

Mühlenkopfschanze als feste Größe im Weltcup-Kalender

Willingen, (GER)
Andere Dinge werden bleiben: Das ungebrochene Interesse des Publikums beispielsweise, seit Jahr und Tag Garant für stimmungsvolle Wettkämpfe im Strycktal. Die Mühlenkopfschanze, nach ihrem Umbau eine der größten Großschanzen der Welt, wird wieder bestens präpariert sein und die Fans werden nicht nur beim Springen ihren Spaß haben. Denn Willingen gilt als der Ort mit der höchsten Kneipendichte in Deutschland und die Gemeinde in Nordhessen hat nicht zuletzt durch das Skispringen an nationalem wie internationalem Bekanntheitsgrad noch einmal deutlich zugelegt. Effekte, auf die man spekuliert hatte, als man sich um die Weltcupaustragung bemühte. Und lange warten musste. Aber seit der Premiere ist der Ort im Sauerland eine feste Größe im Kalender, weil die Alleinstellungsmerkmale dafür sorgen, dass die Hessen mit ihren Ideen und Aktionen die Aufmerksamkeit auf sich und die Sportart ziehen.

Willingen (GER): Nördlichstes Skisprung-Event in Deutschland.

Willingen – mehr als ein normaler Weltcup
Trotz aller Aktionen rund um das Springen – der Sport steht auch in Willingen im Mittelpunkt. Deutschlands Adler hoffen deshalb, mit guten Leistungen und Spitzenplätzen noch einmal Selbstvertrauen tanken zu können, bevor sie die Reise nach Fernost antreten. Richard Freitag, Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler kann man durchaus Podestplätze zutrauen und mit Stephan Leyhe ist ein Lokalmatador mit von der Partie, der noch um seine Chance kämpft, für das Quartett nominiert zu werden, dass um Edelmetall im Mannschaftswettbewerb von Pyeongchang ein Wörtchen mitzureden. Klar ist aber auch: Gerade weil die Schanze so groß ist, wächst die Zahl der Favoriten. Die kommen aus Polen und Norwegen, gespannt sein darf man auf die vorolympische Performance von Stefan Kraft und Simon Ammann, die Flugkünste der Japaner und der Slowenen um den wiedererstarkten Peter Prevc.
Willingen ist also auch 2018 wieder mehr als ein „normaler“ Weltcup, es ist der letzte Fingerzeig, bevor es mit Tatü-Tata Richtung Olympische Spiele geht.

Fotos: NordicFocus